Hands-on Workshops in drei Stufen

Vom Entwickler zum Orchestrator

Entlang eines klaren Reifegradmodells führen wir Ihr Team Stufe für Stufe: vom konversationellen Arbeiten mit einem Coding-Agent (Basisworkshop) über orchestrierte Subagents (Advanced) bis zum Bau eigener Harnesses und Factories (Professional) — praxisnah an echten Aufgaben, abgesichert durch eine produktionsreife Pipeline.

Warum dieser Workshop?

Claude Code und vergleichbare Werkzeuge machen KI zum steuerbaren Bestandteil des gesamten Entwicklungsprozesses — von der Projektinitialisierung über autonome Entwicklung bis zum agentischen Regressions-Test. Die neue Kernkompetenz: KI-Agenten präzise steuern, absichern und in bestehende Prozesse einbetten. Genau das trainieren wir in zwei Tagen — praxisnah, an echten Aufgaben, und mit einem Plan für den Montag danach.

Wo Sie ankommen — das Reifegradmodell

Wir verorten Ihr Team auf einer Reifegrad-Skala und definieren vorab gemeinsam das realistische Ziel. Entscheidend: Stufen werden nicht übersprungen — man wächst nur dahin, was man von der eigenen Position aus sehen kann. Jede unserer drei Workshop-Stufen hebt Ihr Team genau eine Etappe weiter.

0

Keine KI

Klassische IDE-Arbeit, keine KI-Assistenz im Loop.

1

Chat / IDE-Completion

ChatGPT im Browser, agentische Autocompletion, ein Coding-Agent im Chat-Window. Eine 1:1-Beziehung Mensch ↔ Agent. ~70 % deutscher Unternehmen sind auf Stufe 1–2.

2

Ein Coding-Agent

Prompt-basierte Konversation mit einem Agenten. Code wird im Diff reviewed, nicht mehr selbst editiert.

→ Ziel des Basisworkshops.

3

Mehrere Agents · Orchestrierung

Spezialisierte Subagents für verschiedene Tätigkeiten, in Workflows orchestriert: ein Workflow ruft mehrere Agenten auf, die ihrerseits Tools nutzen — im Rahmen eines übergreifenden Intent.

→ Ziel des Advanced Workshops.

4

Eigene Agenten bauen

Der Sprung von „Ich entwickle ein System mit Agenten" zu „Ich entwickle Agenten, die ein System entwickeln". Sie programmieren Ihre Mitarbeiter — ein eigener Engineering-Skill.

5a

Build Your Own Harness

Build the system that builds systems: ein Framework, das Agenten baut, ihre Tool-Rechte begrenzt und über Metriken nachweist, dass Tokens + Gehalt < Outcome. Die Software-Factory.

→ Professional Workshop, Track A.

5b

Enhance Your Product Harness

Agenten nicht für die Entwicklung, sondern im Produkt selbst — damit Ihre Software von Agenten statt von Menschen bedient wird. In die Tiefe Ihrer Produkt-Domäne, inkl. Hardware-Steuerung und Validierung.

→ Professional Workshop, Track B.

Drei Workshop-Stufen

Aus dem Reifegradmodell ergeben sich drei aufeinander aufbauende Formate. Für die höchste Stufe empfehlen wir bewusst, ein Team nicht geschlossen zu schicken, sondern Personen auf die passenden Stufen zu verteilen — sonst wird aus dem Training ein Coaching-Auftrag (eigenes Format, 3–4 Personen, „Coach the Coach").

Basisworkshop

Stufe 1 → 2. Vom Chat-Agenten zum konversationellen Arbeiten mit einem Coding-Agent. Die 8 Bausteine + Scaffolding-Pipeline.

Advanced Workshop

Stufe 2 → 3. Mehrere spezialisierte Subagents, orchestriert in Workflows. Mindset und Technik der Agenten-Orchestrierung.

Professional Workshop

Stufe 4 → 5. Zwei Tracks: „Build Your Own Harness" (die Factory) und „Enhance Your Product Harness" (Agenten im Produkt).

Basisworkshop · Die 8 Bausteine

Das ist das Curriculum des Basisworkshops (Stufe 1 → 2): zwei Tage Hands-on, an deren Ende Ihr Team konversationell mit einem Coding-Agent arbeitet und die Scaffolding-Pipeline auf einer echten Aufgabe durchlaufen hat.

TAG 1 Agentische Entwicklung auf der grünen Wiese
1

Getting Started

Ab Stunde eins arbeiten Teams mit der Claude Code bzw. OpenCode CLI: Projekte initialisieren, den Planungs-Modus für strukturiertes Vorgehen nutzen und die Grundkonzepte agentischer Entwicklung direkt am eigenen Code verinnerlichen.

2

4-Layer-Architecture

KI ohne Kontext halluziniert. Die 4-Layer-Architektur löst das: persistenter Kontext via CLAUDE.md, Custom Commands, wiederverwendbare Skills und deterministische Hooks für durchgängige Qualitätssicherung.

3

MCP-Integration

Über das offene Model Context Protocol binden Teams Claude direkt an ihren bestehenden Stack an — PostgreSQL, GitHub, Jira oder was auch immer im Einsatz ist. Kein Copy-Paste, keine Kontextwechsel: Der Agent liest, schreibt und agiert dort, wo das Team arbeitet.

4

Enterprise Governance

Geschwindigkeit ohne Kontrolle ist ein Risiko. Wir implementieren das Human-in-the-Loop-Pattern, agentisches Testing mit Playwright, die Orchestrierung autonomer Sub-Agenten und verankern Governance-Regeln direkt im Projektverzeichnis.

TAG 2 Transfer auf die konkrete Arbeitsumgebung
5

Codebase-Analyse

Den Agent auf ein bestehendes Repository loslassen: Architektur-Maps generieren, Abhängigkeiten kartieren, fehlende Dokumentation erzeugen. Hier zeigt sich die volle Wirkung eines Agenten mit MCP-Zugang auf realen Systemen.

6

Vom Programmierer zum Manager

KI-Agenten schreiben den Code — Entwickler steuern, reviewen, entscheiden. Dieser Paradigmenwechsel erfordert neue Kompetenzen: Delegation, Qualitätssicherung auf Architektur-Ebene und den Mut, gewohnte Arbeitsweisen loszulassen.

7

KI-gestütztes Refactoring

Auf Basis der Analyse konkret modernisieren: Tests nachziehen, Tech Debt systematisch abbauen, Migrationspfade Schritt für Schritt umsetzen — abgesichert durch die Governance-Hooks von Tag 1.

8

Monday-Morning-Action

Kein Workshop ohne nächste Schritte. Jedes Team verlässt den Raum mit einem konkreten Plan für die Umsetzung der gelernten Inhalte — und mit vereinbarten Metriken für ihre Wirksamkeit.

Die Scaffolding-Pipeline

Das Herzstück von Tag 2: eine reproduzierbare, dokumentenbasierte Pipeline, mit der das Team einen einheitlichen Workflow erhält — ohne den einzelnen Entwickler in eine Zwangsjacke zu stecken. Mensch-Gates und Auto-Commit-Verbot sind explizit eingebaut.

Context Gather

Aus Ticket, Code und Domain-Wissen entsteht ein präzises Briefing-Dokument für genau diese Aufgabe.

Plan

Fachlich-technischer Plan mit Vorgehen, betroffenen Dateien, Risiken und Out-of-Scope. Wichtigstes Mensch-Review-Gate.

Test-Plan

Akzeptanztests aus menschlicher Beobachtersicht — kein Test-Code, sondern was Erfolg konkret heißt.

Implement

Plan und Test-Plan werden zu Code und Tests. Klein gehalten, Tests müssen grün sein vor Stufe ⑤.

Review + MR

Diff-Check, Commit-Message, MR-Body. Auto-Commit ist verboten — Mensch gibt frei.

Retro

Nach jedem Lauf eine Lernschleife, die das Kontext-Bündel in ai_docs/ verbessert.

Was Ihr Team mitnimmt

  • Konversationelles Arbeiten
    OpenCode bzw. Claude Code lauffähig, Code wird im Diff reviewed statt selbst getippt.
  • Eigene Custom Commands
    Drei eigene Commands erstellt, in Git versioniert und mit dem Team teilbar.
  • Pipeline auf eigener Aufgabe
    2–3 Pipeline-Stufen für eine reale Aufgabe aus dem Backlog durchlaufen.
  • Action-Plan für Montag
    Konkretes Team-Commitment plus Metriken für die Wirksamkeit in den ersten Wochen.

Advanced Workshop · Mehrere Agenten orchestrieren

Aufbauend auf dem Basisworkshop (Stufe 2 → 3): weg von „ein Agent, mit dem ich chatte" hin zu mehreren spezialisierten Agenten für verschiedene Tätigkeiten — und zur Fähigkeit, sie in einem Workflow orchestriert durchlaufen zu lassen. Noch immer auf das eigene Produkt fokussiert, aber mit deutlich reduzierter Human-Attention-Time.

A1

Spezialisierte Subagents

Nicht ein Allrounder, sondern Agenten mit klarem Auftrag und Tool-Set — und das Wissen, wann welcher abgerufen wird.

A2

Workflows & Orchestrierung

Ein Workflow ruft mehrere Agenten auf, die wiederum Tools nutzen, um im Rahmen des übergreifenden Intent das Outcome zu erzielen.

A3

Review-Stufen & Lernschleifen

Mehrere Reviewer mit unterschiedlichem Blick; gefundene Patterns fließen zurück in die Briefings der Implementer.

A4

Token- & Zeit-Ökonomie

Arbeit in Skripte auslagern, Agenten so instruieren, dass keine Tokens verbrannt werden — jedes gesparte Token ist gesparte Zeit.

Curriculum im Detail in Abstimmung — die Struktur steht.

Professional Workshop · Harness Engineering

Ab hier überschreiten wir die Linie von Softwareentwicklung zu Produktentwicklung (Stufe 4 → 5). Zwei legitime Streams — als zwei Tracks geführt:

TRACK A Build Your Own Harness — build the system that builds systems
5a

Agenten-Framework

Ein System, das Agenten baut: definierte Rollen, begrenzte Tool-Rechte, reproduzierbare Erzeugung.

5a

Metriken & Wirtschaftlichkeit

Nachweisen, dass Tokens + Gehalt < Outcome. Die Grundfrage jeder Factory.

5a

Intent → Pipeline → Outcome

Der Product Owner macht seinen Intent klar; die opinionated Pipeline setzt um — bis hin zur Bewertung der Value Proposition einer Idee.

TRACK B Enhance Your Product Harness — Agenten im Produkt
5b

Agenten als Bedienoberfläche

Software, die von Agenten statt von Menschen bedient wird — gerade für Mittelständler mit Software auf eigener Hardware.

5b

Domänen-Tiefe

Product Management & Design im agentischen Kontext: die gesamte Domäne des Produkts besser verstehen und abbilden.

5b

Hardware-Validierung

Agenten, die Hardware steuern — und Validierung per Sensorik oder Kamera-Agent, der prüft, ob die gewünschte Aktion ausgelöst wurde.

Für die höchste Stufe raten wir vom geschlossenen Team-Buchen ab — sonst wird es ein Coaching-Auftrag (3–4 Personen, „Coach the Coach"), idealerweise nach einem Public-Training-Nukleus.

Setting & Voraussetzungen

Teamgröße

Idealerweise 8–12 Teilnehmende. Bei größeren Gruppen Splitten oder zweiter Trainer.

Dauer & Setting

1,5 oder 2 Tage, inhouse oder remote. Wir empfehlen vor-Ort, weil Hands-on stark vom Raum profitiert.

Tooling

Claude Code, OpenCode CLI, oder kundenseitiger LLM-Stack (LiteLLM / Bedrock / Azure OpenAI). Wir richten uns nach Ihrer IT.

Pre-Flight

Eine Setup-Checkliste vor dem Workshop sorgt dafür, dass keine Zeit auf SDK-Installationen, Test-Frameworks oder fehlende Plugins verloren geht.

Trainer

Malte Süßdorf

Malte Süßdorf

Agentic Engineer & Development Lead

Malte begleitet die KI-gestützte Softwareentwicklung von Anfang an Hands-on. Sein Fokus: robuste, agentische Systeme mit hohem Qualitätsanspruch — auch im regulierten Umfeld.

Michael Cramer

Michael Cramer

Facilitator & Transformation Lead

Michael verankert den Wandel zum „Agent Manager" in der Teamkultur. Mit gezielter Moderation löst er mentale Blockaden und ermöglicht nachhaltigen Transfer in den Entwicklungsalltag.

Aus echten Workshops

Verständnis, dass der Agent den alten Code besser verstehen wird als man selber. Das es sich nicht lohnt, den Code nochmal nachzuerzählen.
— Teilnehmer, Tagesabschluss

Workshop anfragen

Unverbindliches Vorgespräch · Inhouse · Termine nach Absprache

training@cognovis.de